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Zeitenzauber - Eva Völler

Leseprobe - Zeitenzauber
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Spoilerwarnung!

 

Dies ist der erste Band der "Zeitenzauber"-Trilogie!

 

Buchgattung: Roman - Taschenbuch

Originalsprache: Deutsch

Übersetzer: /

Preis: 8,- €

ISBN: 978-3843210706

Seitenzahl: 336 Seiten

Verlag: Baumhaus Taschenbuch

 

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Klappentext

Die 17-jährige Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen - und von einem unglaublich gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen ...

 

Rezension

"Zeitenzauber - Die magische Gondel" ist das zweite Buch, das ich von Eva Völler lese. Bisher hatte ich leider nicht sonderliche gute Erfahrungen mit ihren Büchern, aber da diese Reihe so beliebt ist, habe ich sie mir mal näher angesehen. Und ich muss sagen: Zum Glück!

 

Nach der "Edelsteintrilogie" stoße ich immer wieder auf Bücher über Zeitreisen und bin froh, wenn sie sich stark von der Trilogie abheben. Ich will nicht sagen, dass die "Edelsteintrilogie" schlecht war - aber ich möchte eigene Geschichten lesen, keinen Abklatsch. Und was eigenes ist "Zeitenzauber" definitiv.

 

Ich finde das Cover wunderschön gestaltet. "Zeitenzauber" ist eine Jugendbuchreihe und dementsprechend finde ich den Stil unheimlich passend. Die rote Gondel spielt in dem Buch eine wichtigere Rolle. Denn eigentlich sind alle Gondeln in Venedig schwarz. Auch der Mond im Hintergrund passt gut zur Handlung und ich mag es sehr, wenn das Cover nach dem Lesen des Buches noch mehr Sinn ergibt.

 

Zu Beginn lernt man die 17-jährige Anna kennen, die mit ihren Eltern in Venedig Urlaub macht. Ihr Vater arbeitet in einem Bereich, der unheimlich viel mit Geschichte zutun hat. Erst vor Kurzem hat er einen alten Brief gefunden, der mit den Worten "Hallo" beginnt. Sehr untypisch für die Zeit, aus die der Brief stammt ...

 

In Venedig besuchen sie ein Gondelfest und Anna stolpert gleich mal in diese mysteriöse rote Gondel und in den größten Fluss Italiens - dem Canal Grande. Weißes Licht - flackern - dieses seltsame Jucken im Nacken - zack: Sie findet sich im Jahre 1499 wieder. Immer noch in Italien. Allerdings ohne ein einziges Kleidungsstück. Von dort beginnt die Geschichte erst richtig und mir hat richtig gut gefallen, dass man sehr schnell an diesen Punkt kommt, ohne viel Gerede zuvor. Anna realisiert, dass irgendwas nicht stimmt und macht sich auf den Weg um raus zu finden, was passiert ist. Sie erinnert sich zwar an alles, aber ganz zusammen reimen kann sie sich damit nichts. Auf ihrem Weg lernt sie zu verstehen, dass sie eine Aufgabe in dieser Zeit hat und wie genau sie dazu kam und auch, wie sie diese lösen kann. Außerdem trifft sie auf Sebastiano, der ihr doch irgendwie bekannt vorkommt ...

 

Besonders gut gefiel mir die Sprachbarriere, wenn es darum ging, Wörter zu benutzen, die untypisch für diese Zeit war. Anachronismen sind Wörter, die nicht in eine gewisse Zeitepoche passen und so wird aus "iPod" ein "Spiegel" und aus dem "Klo" der "Abtritt". Der "intergalaktische Translator" verändert Wörter, die verraten würden, dass man nicht in diese Zeit gehört einfach zu Wörtern, die damals üblich waren. Nur mit Zeitreisenden aus der gleichen Zeit, oder aus einer Zeit, die noch weiter in der Zukunft liegt, kann man ohne diese Änderungen sprechen. Auch wenn man etwas aufschreiben möchte, wird das Geschriebene verändert. Der "intergalaktische Translator" macht es jedoch möglich mit jedem Menschen zu kommunizieren, auch wenn man eigentlich nicht deren Sprache sprach. So kann sie plötzlich mit einer weiteren Zeitreisenden sprechen, obwohl diese aus Frankreich stammt und versteht sie einwandfrei.

 

Anna wird zeitweise leider sehr kindisch und naiv dargestellt, obwohl ich sie doch sehr mochte. Manchmal möchte man sie allerdings einfach nur durchschütteln. Nachdem sie im Jahr 1499 gelandet ist, wird sie von Sebastiano bei einer älteren Dame untergebracht.

 

Sebastiano ist so ein Fall für sich. Er ist mehr oder weniger daran Schuld, dass Anna, allein auf sich gestellt, in einer anderen Epoche landet und will sich zu Beginn nicht um sie kümmern, sondern lädt sie nur bei der Dame ab und verschwindet gleich wieder. Allerdings verändert auch sein Verhalten sich im Laufe der Handlung.

 

Es gab einige "Aha!" - Momente, spannende Wendungen und Höhepunkte in der Geschichte. Man erfährt sehr viel, die Zeit damals wird sehr genau beschrieben und gibt dem Leser die Möglichkeit gut in die Geschichte hineinfühlen zu können.

Die Charaktere wirken zwar ein wenig schwach/blass, aber darüber kann ich hinwegsehen.

 

Der Schreibstil war angenehm gut. Unbekannte Begriffe werden mittels Sternchen erklärt, was ich sehr hilfreich finde, weil es den Lesefluss mehr stört, wenn man erstmal recherchieren muss, was denn nun genau gemeint ist.

 

Ich hatte eine Menge Spaß dabei, Anna und Sebastiano bei ihrem Abenteuer zu begleiten und kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, wenn man gerne über Zeitreisen liest und in andere Epochen eintaucht.

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