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Save You - Mona Kasten

Leseprobe - Save You
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Spoilerwarnung!

 

Dies ist der zweite Band der "Maxton-Hall"-Reihe!

 

Buchgattung: Roman - Broschiert

Originalsprache: Deutsch

Übersetzer: /

Preis: 12,90 €

ISBN: 9783736306240

Seitenzahl: 384 Seiten

Verlag: LYX

 

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Klappentext

Ruby ist am Boden zerstört. Noch nie hatte sie für jemanden so tiefe Gefühle wie für James. Und noch nie wurde sie so verletzt. Sie wünscht sich ihr altes Leben zurück ― als sie auf dem Maxton Hall College niemand kannte und sie kein Teil der elitären und verdorbenen Welt ihrer Mitschüler war. Doch sie kann James nicht vergessen. Vor allem nicht, als dieser alles daransetzt, sie zurückzugewinnen.

 

Rezension

Neben dem ersten Band "Save Me" habe ich bereits die "Again"-Reihe von Mona Kasten gelesen.

 

Auch hier gefällt mir das Cover wieder sehr gut. Mit dieser Aufmachung passt es perfekt zum ersten Band, hebt sich durch die andere Farbe jedoch genügend ab.

 

Am Schreibstil von Mona Kasten gibt es selten etwas auszusetzen. Es lässt sich wie immer ein guter Lesefluss aufbauen und man kann das Buch flüssig lesen, ohne sich über seltsame Schachtelsätze zu wundern. Allerdings tauchen auch hier wieder einige Schreibfehler auf, die mich stören. 

 

Ich hatte wirklich hohe Erwartungen an diese Reihe, weil sie wahnsinnig gehyped wurde und habe mich dementsprechend darauf gefreut. "Save Me" war in Ordnung, aber auch kein starkes Highlight und ich hatte erhofft, dass in Band zwei alles mehr ins Laufen kommt. Das Buch hat 369 Seiten an Handlung. Der Rest ist Danksagung und eine Leseprobe zu "Begin Again" und die ersten 205 Seiten drehen sich quasi darum, wie James um Ruby kämpft und wie sie in ständig abweist, aber nicht, ohne ihm hin und wieder doch Hoffnungen zu machen - selbst wenn das nur durch einen Blick geschieht. Zwischendurch liest man einige Kapitel aus der Sicht von Lydia und Ember. Lydias Kapitel finde ich noch ganz spannend, aber Embers Kapitel hätte man getrost streichen können, wie ich finde. Es ist nicht essentiell für die Geschichte und Ember nervt mich allmählich - warum? Darauf komme ich gleich zu sprechen. Nachdem James und Ruby dann endlich wieder zueinander gefunden haben, eiern sie irgendwie umeinander rum. Alles ist plötzlich wieder peinlich, unangenehm oder anderweitig negativ behaftet. Fand ich seltsam, weil ihre Funkstille zeitlich gesehen nun nicht so lange war, dass sie sich auseinander gelebt hätten. Anyway, irgendwann läuft da wieder alles glatt und schon steht das nächste Drama vor der Tür. Ich weiß nicht, was hier los ist, aber muss man ständig irgendwelche Dramen inszenieren, um seinen Roman spannend zu halten? Kann man da nicht einfach mal mit einem Lösungsweg kommen, der für 18-jährige nicht so weit entfernt liegen sollte, wie er das hier in der Handlung tut? Ich habe das Gefühl, weder Ruby, noch James, können wirklich offen über ihre Probleme kommunizieren. Aber dazu gleich mehr ...

Die Sidestory mit Lydia und den Babys fand ich irgendwo ganz süß und die Tatsache, dass dieser Umstand die Freundschaft zu Ruby stärkt, kann ich absolut nachvollziehen. Nervig fand ich hier nur, dass Lydia absolut nicht damit klar kommt, Sutton endlich davon zu erzählen. Dass die beiden sich am Ende wieder etwas näher kommen, finde ich zwar interessant, lässt mich aber auch die ein, oder andere Vermutung aufstellen, was für ein riesen Drama Band drei für mich bereit hält und ich kann jetzt schon sagen, dass ich darauf keine Lust habe, wenn es sich genauso lang zieht, wie in diesem Band.

 

Nun näher zu den Figuren. Die Eigenschaften, die ich im ersten Band so an Ruby mochte, hat sie anscheinend komplett verloren. Sie verhält sich für mich nicht wie eine 18-jährige junge Frau, sondern wie ein 13-jähriges Kind. Dieses hin und her mit James ging mir wahnsinnig auf die Nerven. Ich meine, ernsthaft? 205 von 369 Seiten drehen sich darum, wie James sich um sie bemüht - musste das wirklich so langgezogen werden? Einerseits liebt sie ihn, andererseits will sie nicht, dass er Teil ihres Lebens ist, aber er ist ihr ja doch wichtig - bla bla bla. Tut mir Leid, aber als Freundin hätte ich ihr gesagt, dass sie eine Entscheidung treffen soll und dabei bitte konsequent bleiben muss, wir sind doch nicht mehr im Kindergarten? Man kann doch über seine Probleme sprechen, anstatt ständig davor zu flüchten und ich befürchte, dass das Ende zu weiterem Drama zwischen Ruby und James führt. Sie hat zwar angesprochen, dass sie nun offener über Probleme mit James sprechen möchte, aber wer weiß ...

 

Embers Bild ist leider komplett den Bach runter gegangen. Ich fand es super, dass Mona Kasten mit Ember eine weibliche, übergewichtige Figur gestaltet hat, die allerdings keinen höheren Wert auf ihr Gewicht gibt und trotzdem selbstbewusst ist und weiß, was sie will. Und dann gerät sie ausgerechnet an Wren und ihr erster Gedanke ist: "Wo sind deine Freunde, die dich dazu angestiftet haben, mich anzubaggern?" Sorry, aber was soll das denn? Wenn jemand selbstbewusst ist, denkt man nicht bei der kleinsten Gelegenheit, dass kein Mensch Interesse an einem haben kann, weil man ja so dick ist. Zudem nervte mich schon in Band eins ihr ständiges Gequengel unbedingt auf die Parties des Maxton-Hall-Colleges mit zu wollen. Also das hat die Stärke, die ich ihr zugeschrieben hat, absolut relativiert und jetzt ist wirklich nur noch das nervige kleine Mädel, was Wren so toll finden - kann ich absolut nicht nachvollziehen. Ich kann aus der Clique einzig und allein Alistair ausstehen.

 

Wo wir dann auch zum nächsten Punkt kommen: Alistair und Keshav. Die Autorin baut immer wieder kleine Szenen zu den beiden ein, aber es wird nichts ordentlich ausgebaut. Das hat mich immens gestört. Es gibt eine Szene, in der die ganze Clique anwesend ist und die beiden sich streiten. Alistair verlässt daraufhin den Raum und Keshav läuft ihm nach. Und dann? Nichts. Die Szene ist vorbei. Es werden Szenen angeschnitten, die so interessant sein könnten - weitaus interessanter als die Szenen, die Ember umfassen - und dann werden sie links liegen gelassen. Das finde ich unheimlich schade. Eine weitere Szene, bei der mir dies aufgefallen ist war recht am Anfang. Man liest aus Lydias Sicht und hört nur, wie James in seinem Rausch anscheinend etwas kaputt macht. Szenenende. Ich hätte mir da eine Szene gewünscht, in der Lydia zu ihm geht und man ihn während seines emotionalen Zusammenbruchs erlebt, wie er eventuell die Kontrolle verliert und seine Gefühle unkontrolliert aus ihm raus brechen. Das hätte ich spannend gefunden. Das wäre dann auch Drama, dass ich willkommen geheißen hätte, weil es in die Szene passt. Der Rest an Drama in dem Buch wirkt wie reingequetscht. "Was nicht passt, wird passend gemacht" so ungefähr. Statt vier Perspektiven zu bieten, hätte man sich da eventuell auf das wesentliche beschränken sollen. So wirkt es wie gewollt und nicht gekonnt. Alles wird angefangen und halb fertig liegen gelassen. Das ist so schade, weil da eine Menge Potential drin steckt.

 

Neben Alistair war die einzige Figur, die mir wirklich gefallen hat, tatsächlich James. Ich kann verstehen, dass er am Ende von Band eins lieber in den Rausch geflüchtet ist, als zu Ruby zu gehen, um mit ihr über alles zu sprechen. Wenn man 18 Jahre lang immer nur so seine Probleme bewältigt und dann für einen kurzen Zeitraum jemanden kennenlernt, mit dem man tatsächlich reden kann, dann wählt man aus Gewohnheit den üblichen Weg - dementsprechend kann ich nachvollziehen, dass der erste Impuls war, seinen Gewohnheiten nachzugehen und nicht den neuen Weg zu testen. Klar, so geht es Ruby sicher auch, aber es ist doch ein Unterschied, ob der Freund völlig dicht eine andere küsst, oder ob gerade das ganze Leben über einem zusammen bricht. Ich hätte mir da mehr Nachsicht von Ruby gewünscht, oder eben konsequenteres Verhalten. Wenn sie sowas nicht verzeihen kann, dann soll sie nicht zu ihm fahren, um ihn zu trösten. Das sendet widersprüchliche Signale. 

 

Lydia stehe ich in diesem Teil zwiegespalten gegenüber. Ich mag sie als Figur, als Zwillingsschwester von James und als Freundin von Ruby. Auch wenn ich es teilweise nervig fand, wie sie James dazu ermutigt, um Ruby zu kämpfen, während sie das mit Sutton absolut nicht auf die Reihe kriegt. Ansonsten freue ich mich über ihre Rolle und darüber, dass sie schwanger ist und sogar Zwillinge erwartet. Ich bin gespannt, ob sie die Kinder tatsächlich behält, oder ob sie sie nicht durch irgendwelche Umstände verliert - was ich ihr nicht wünschen würde, aber möglich wäre es trotzdem. Zu Beginn empfand ich die Sidestory mit ihr als störend, aber im Laufe der Handlung hat sie mir sogar besser gefallen, als die Hauptstory. Ich finde es gut, dass man durch Lydia einen anderen Blick auf James bekommt. Ruby sieht ihn natürlich nur als Freund, aber es ist auch mal schön ihn als Bruder wahrzunehmen, weil man so nochmal eine andere Sicht auf ihn bekommt und noch besser verstehen kann, was ihn zu gewissen Entscheidungen drängt.

 

Im Großen und Ganzen war ich leider sehr enttäuscht von dem Buch, hauptsächlich weil die Handlung so langgezogen wurde und weil mir die Charakter(rück)entwicklung an vielen Stellen überhaupt nicht zugesagt hat. Ich habe das Gefühl, dass so viel Drama wie möglich inszeniert wird und in die Handlung gequetscht wird, weil man nicht weiß, wie man es sonst spannend halten kann. Außerdem nervt es mich, dass Ember mit Wren anbandelt, das ist 'ne Sidestory, die einfach nicht sein muss. Man braucht nicht zig Liebespaare, vor allem nicht so dermaßen erzwungen. Ich hoffe ganz stark, dass Band 3 mehr bereit hält und Ruby ihren Traum von Oxford nicht aufgeben muss.

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